Der Markt soll das Bargeld abschaffen: Ist die bargeldlose Welt wirklich nur dem Wandel der Zeit geschuldet?

Der Markt soll das Bargeld abschaffen: Ist die bargeldlose Welt wirklich nur dem Wandel der Zeit geschuldet?

Einige politische Akteure auf internationaler Bühne machen sich offenbar Gedanken darüber, wie ein Übergang in die Welt rein digitalen und bargeldlosen Bezahlens reibungslos gelingen kann. Die Bargeldabschaffung ist ihr Ziel, soll aber von der Mehrheit der Bevölkerung mitgetragen werden. Verschiedene politische Entscheidungen, ob nun beabsichtigt oder zufällig, tragen bereits dazu bei, die Entwicklung in diese Richtung zu beschleunigen.

Internationaler Währungsfonds

Ein hochrangiger IWF-Ökonom macht Vorschläge für die Bargeldabschaffung

Prof. Alexej Kireyev, langjähriger Wirtschaftswissenschaftler beim Internationalen Währungsfonds (IWF) und vormals Mitarbeiter von Präsident Michail Gorbatschow, der Weltbank und der Welthandelsorganisation, veröffentlichte im März 2017 im Namen des IWF ein Arbeitspapier, in dem er Vorschläge für den Übergang zum rein bargeldlosen Bezahlen und für eine Bargeldabschaffung oder ein Bargeldverbot macht: 

»Die Abschaffung des Bargelds könnte auf anfänglich völlig unumstrittenen Schritten basieren, wie große Banknoten abzuschaffen, eine Obergrenze für Bartransaktionen einzuführen und das Registrieren von Bargeldbewegungen über die Grenzen. […]. Es ist vorzuziehen, dass der private Sektor die Bargeldabschaffung betreibt und nicht der staatliche Sektor. […]. Wenn der Staat die Abschaffung des Bargelds betreibt, erscheint es fragwürdiger und die Leute könnten Einwände dazu haben. […]. Auf jeden Fall sollte der verführerische Versuch, das Bargeld durch ein Dekret abzuschaffen, verhindert werden, wenn man bedenkt, wie sehr die Leute das Bargeld mögen.«

Weitere Einzelheiten dazu finden Sie in meinem Buch »Das Bargeldkomplott«.

Die neue EZB-Chefin will die Bargeldabschaffung nicht ausschließen, und das schon vor ihrer Wahl

Christine Lagarde, von 2005–2011 Ministerin in Frankreich, 2011–2019 Chefin des Internationalen Währungsfonds musste sich vor ihrer Wahl zur Präsidentin der Europäischen Zentralbank am 4. September 2019 vor dem Wirtschaftsausschuss den Fragen der EU-Abgeordneten stellen:

»Sie sagten, dass wir die neuen innovativen Mittel nutzen müssen. Und ich war sehr interessiert, die Studien des IWF zu lesen, die während ihrer Amtszeit veröffentlicht wurden, in denen es hieß, dass Bargeld eliminiert, dass negative Zinsen anders behandelt werden sollten, und in denen auch über Hubschraubergeld gesprochen wurde, das eine der Optionen wäre. Und meine spezifische Frage ist: Welche dieser Optionen ist es, an die Sie denken, wenn Sie sagen, dass wir mit neuen innovativen Mitteln arbeiten müssen, um das Mandat der EZB erfüllen zu können?«

Auf diese Frage des langjährigen Parlamentsmitglieds Markus Ferber antwortete Lagarde nur ausweichend. Auf die Optionen, nach denen Ferber fragte, ging sie nicht ein. Stattdessen redete sie darüber, dass um das Jahr 2008 nur wenige die Maßnahmen erwartet hätten, mit denen die EZB später versuchte Krisen zu bekämpfen. Jetzt, wo es heißt, nach vorne zu schauen, müsste wieder sorgfältig abgewogen werden, was die besten Optionen sind. Da möchte Lagarde dem EZB-Rat, der das letzte Wort hat, nicht vorgreifen. Hier können Sie ihre Antwort nachhören.

Siehe dazu: https://www.tagesschau.de/wirtschaft/euroschau-163.html

EU-Kommission 

Der Ratschlag von Günther Oettinger: Nur nicht das Bargeld abschaffen, das kommt von selbst

Anfang April 2016, kurz bevor der Rat der Europäischen Zentralbank die Abschaffung des Fünfhunderters beschloss, berichteten die Nachrichtenagenturen DPA und APA über eine Äußerung von EU-Digitalkommissar Günther Oettinger:

»Mein Rat ist: Schafft den 500-Euro-Schein nicht ab, haltet am Bargeld fest – der Markt macht es.«

Quelle:

https://www.focus.de/finanzen/banken/mit-dem-smartphone-bezahlen-eu-digitalkommissar-oettinger-sieht-das-ende-des-bargelds-kommen_id_5424258.html

https://www.diepresse.com/4964716/eu-kommissar-oettinger-bargeld-stirbt-aus

Das sagte er auf einer Veranstaltung des Beratungsunternehmens Deloitte in Stuttgart. Nicht vergessen: Jedes EU-Land stellt nur ein einziges Kommissionsmitglied und von Anfang 2010 bis Ende 2019 war das für Deutschland Günther Oettinger. Darauf folgte Ursula von der Leyen.

Recherchen ergaben, dass der Kommissar, was die offiziellen Zusammenkünfte mit Vertretern der Wirtschaft betrifft, unter seinesgleichen einsame Spitze ist: Von Dezember 2014 bis April 2017 traf er sich 412 Mal mit registrierten Lobbyisten. Da verwundert es nicht, dass Oettinger von den Presseagenturen darüber hinaus wie folgt zitiert wurde: »Bargeld stirbt aus: Wir werden mit der Apple-Watch bezahlen, mit dem Smartphone bezahlen.«

Siehe dazu:

https://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/eu-kommission-empfaengt-regelmaessig-lobbyisten-aus-wirtschaft-a-1144911.html

https://www.lobbycontrol.de/2017/01/oettinger-kommissar-der-konzerne/

Welche EU-Verordnungen die Bargeldabschaffung beschleunigen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Aufklärung der Mitmenschen zur Bargeldabschaffung

Um das Bargeld für die zukünftigen Generationen erhalten zu können, bedarf es der Aufklärung der Mitmenschen. Alle Einkäufe bar statt bargeldlos zu bezahlen ist der erste Schritt. Weitere Möglichkeiten finden Sie auch hier. Mit dem Buch »Das Bargeldkomplott« habe ich ein wunderbares Werkzeug für den Erhalt von Bargeld geschaffen. Nutzen Sie es, um Ihre Mitmenschen aufzuklären und mehr Bewusstsein über den Wert und die Bedeutung von Bargeld zu schaffen.

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