Ist Bargeld nach der Corona-Krise bereits Geschichte? Variante 2: Worst Case

Gefährliche Entwicklungen für unser Bargeld

„Ist Bargeld nach der Corona-Krise bereits Geschichte? Variante 2: Worst Case“

Die Welt des Bargeldes wird nach der Corona-Krise ganz anders aussehen. Eine der beiden Szenarien werden wir nach der Corona-Krise erleben:

  1. Nachhaltige Schwächung des Bargeldes
  2. Abschaffung des Bargeldes

Im letzten Blog-Beitrag habe ich den Best Case (besten Fall) beschrieben, bei dem das Bargeld seine Dominanz verloren hat, nachhaltig geschwächt ist und sich nur noch sehr schwer dauerhaft wird halten können.

Was passiert, wenn die Corona-Krise in eine Systemkrise mündet?

Wenn die Corona-Krise sich jedoch zu weiteren Krisen entwickelt, wie z.B.

  • einer langandauernden, schweren Weltwirtschaftskrise und/oder
  • einer Bankenkrise und/oder
  • einer Systemkrise,

dann ist selbst eine gänzliche Abschaffung des Bargeldes nicht nur möglich, sondern sogar sehr wahrscheinlich.

Die Gründe hierfür sind vielfältig. Einen davon möchte ich aufgreifen.

Was noch mächtiger als die Gesetze ist!

Grundsätzlich gesehen leben wir in einem Rechtsstaat. Das bedeutet, dass jeder sich an die Gesetze halten muss  – tut er dies nicht, muss er Konsequenzen fürchten. Aber dies gilt nicht für jeden und alles. Es gibt etwas, das über dem Gesetz steht und das ist:

Erhalt des aktuellen Geld- und Wirtschaftssystems

Wenn dieses Ziel in Gefahr ist, können Gesetze, selbst das Grundgesetz, ausgehebelt werden. Genau in dieser Situation befinden wir uns gerade mit der Corona-Krise. Dies erleben wir in Form von Kontaktsperren, Ausgangssperren und vielen anderen Freiheitseinschränkungen. Wir befinden uns gerade in einem Ausnahmezustand. Und in solchen Fällen können leicht Gesetze, sogar das Grundgesetz, ausgehebelt und Dinge umgesetzt werden, die in normalen Situationen undenkbar und gesetzeswidrig wären.

Solange es „nur eine Corona-Virus-Krise“ ist, ist ein Bargeldverbot per Dekret kaum zu rechtfertigen. Es würde zu viele Fragen aufwerfen. Aber wenn die Corona-Krise zu einer Systemkrise mutiert, also unser aktuelles Geld- und Wirtschaftssystem zu Fall bringen könnte, ist unser Bargeld vermutlich verloren. Hier greifen Mechanismen, die für einen unbedarften Bürger kaum zu durschauen sind. Denn dahinter verbergen sich riesige Interessens- und Machteinflüsse sowie Machtkämpfe.

Der Bürger erfährt meist nichts über die wahren Hintergründe

Uns Bürgern werden die von oben schon längst gefällten Entscheidungen so verkauft, dass er letzten Endes die Bargeldabschaffung akzeptiert, ja sogar wünscht oder fordert. Dahinter verbergen sich raffinierte Mechanismen, die letzten Endes von Stippenziehern in die gewünschte Richtung gelenkt werden. Dies schildere ich detailliert in meinem Buch „Das Bargeldkomplott – Bargeldverbot auf Raten, bezahlt mit unserer Freiheit“. Denn die Bargeldabschaffung entsteht nicht zufällig. Dahinter verbergen sich sehr mächtige Konzerne und Institutionen, die durch eine Bargeldabschaffung ihre Macht nicht nur zementieren, sondern fast grenzenlos erweitern können.

Wenn die Corona-Krise in eine schwere Banken-  oder Systemkrise mutiert, ist unser Bargeld in höchster Gefahr. Solch ein Szenario wäre nämlich das Finale eines langen Planes. Leider wird dann kaum mehr jemand erfassen können, dass die Bargeldabschaffung von langer Hand geplant und raffiniert seit Jahren vorangepeitscht wurde. Wer mein Buch hierzu liest, wird dies leicht nachvollziehen können.

Mir ist schon seit langem klar, dass die komplette Bargeldabschaffung per Dekret nur in großen Krisen möglich ist. Solche Krisen sind der ideale Nährboden für solche Aktionen.

Daher sollten wir sehr wachsam die aktuellen Ereignisse beobachten.

Wie solch ein Finale aussehen könnte habe ich in meinem Buch „Das Bargeldkomplett“ beschrieben. Hier ein Auszug davon, der uns nachdenklich machen sollte:

Das Finale

All die oben angeführten Strategien werden jedoch in naher Zukunft vermutlich nicht die komplette Bargeldabschaffung erzwingen können. Um dem Bargeld den Todesstoß zu versetzen, braucht es nämlich ein besonderes Ereignis, bei dem man für die Bargeldabschaffung auch die Bevölkerung hinter sich bekommt. Hierzu möchte ich das folgende realistische, aber erfundene Szenario beschreiben:

Chinas Wirtschaft schwächelt und das Wachstum liegt nur noch bei knapp über 0 %. Die USA haben schon seit 2 Jahren eine Rezession. Brasilien und Argentinien versinken in der Depression.

Die USA sowie China versuchen ihre Wirtschaft zu schützen, indem sie auf Importe hohe Strafzölle verhängen.

Der internationale Handel kommt fast zum Erliegen. In Deutschland bangt jeder Vierte um seinen Job. Besonders bei der Autoindustrie, aber auch bei fast allen anderen deutschen Großkonzernen gibt es Massenentlassungen.

Die Arbeitslosenzahl hat mit 9,3 Millionen den höchsten Stand seit Bestehen der Bundesrepublik erreicht. Die Weltwirtschaftskrise trifft den ehemaligen Exportweltmeister mit voller Wucht. Die ersten gesetzlichen Krankenkassen müssen wegen der wegbrechenden Einnahmen, verursacht durch die hohe Arbeitslosenzahl, Insolvenz anmelden. Auch die anderen Sozialsysteme stehen kurz vor dem Kollaps. Die deutschen Banken befinden sich in einer großen Krise, weil sie durch die Insolvenz vieler ihrer Firmenkunden hohe Ausfälle haben.

Der Bankenrun auf die Commerzbank konnte nur noch mit einschneidenden Kapitalverkehrskontrollen abgewendet werden. Niemand kann mehr als 70 Euro pro Tag bei der Bank abheben.

Der IWF, die Europäische Kommission sowie die EZB haben den Ausnahmezustand ausgerufen und in einer Krisensitzung folgenden Beschluss gefasst, der vom EZB-Präsidenten verkündet wird:

»In der Funktion als oberster Währungshüter des Euros und auf Grundlage der EZB-Satzung hat der EZB-Rat zur Rettung des Euros sowie zur Bewältigung der seit längerem anhaltenden Wirtschaftskrise Folgendes beschlossen: Ab sofort ist die Nutzung von Bargeld als Zahlungsmittel verboten. Das Bargeld verliert jedoch nicht an Wert, sofern es bis Ende des Jahres bei den Banken einbezahlt wird. Dieser Schritt ist notwendig, um die Banken zu rekapitalisieren und Bankenruns zu unterbinden. Die bestehenden Kapitalverkehrskontrollen können damit voraussichtlich schon am 1. Januar aufgehoben werden. Außerdem hat der EZB-Rat einstimmig beschlossen, Negativzinsen von 6 % einzuführen, damit die Bürger ihr Geld nicht mehr horten, sondern es wieder in den Konsum fließt und die Wirtschaft belebt wird.«

Auch wenn in Deutschland einige kritische Stimmen laut werden, begrüßt die Mehrheit der Bundesbürger die Entscheidung der EZB. Die Mehrzahl der Bürger hat die Hoffnung, dass Deutschland bald wieder die wirtschaftliche Stellung wie einst erlangt und man keine Angst mehr um seinen Arbeitsplatz haben muss.

Denn auch wenn wir dafür das liebgewonnene Bargeld opfern müssen, ist es besser, als in stetiger Angst zu leben, seinen Arbeitsplatz zu verlieren und seine Familie nicht mehr ernähren zu können.

Schlusswort

Exakt solch ein Szenario könnte aus der Corona-Krise entstehen. Ich wünsche mir dieses Szenario nicht, aber wir sollten die Entwicklungen sehr genau beobachten und wachsam bleiben, um gegebenenfalls noch aktiv werden zu können.

Die Aussichten für das Bargeld sind gerade sehr düster. Und deshalb möchte ich im nächsten Blogbeitrag darauf eingehen, was wir alle für den Erhalt des Bargeldes beitragen können. Ich freue mich auf den nächsten Beitrag, damit wir ins Dunkle etwas Licht bringen können und handlungsfähig bleiben.

Ihr

Hansjörg Stützle

Warum die Bargeldabschaffung Ihre Freiheit bedroht

  1. Wenn Ihre Bankkarte kaputt ist, können Sie nicht mehr einkaufen.
  2. Wenn beim Supermarkt die Kartengeräte streiken, bleibt Ihr Einkaufswagen leer.
  3. Wenn Ihr Geld jeden Monat auf dem Sparbuch weniger wird, dann wurden vermutlich schon Negativzinsen eingeführt.
  4. Wenn es keine Whistle-Blower gibt, weil Sie alle beim nächsten Kauf mit Karte vom Geheimdienst geortet und beseitigt werden.
  5. Wenn alles Geld unter der Kontrolle einer kleinen Elite ist, die jederzeit leicht auf unser Geld zugreifen können.
  6. Wenn unsere Kinder immer schlechter mit Geld umgehen, weil ihnen der Bezug zu Geld mit den elektronischen Zahlungen weggenommen wurde.
  7. Wenn jeder Zahlungsvorgang mit immer höheren Gebühren belegt wird und wir uns nicht mehr wehren können, weil wir nicht mehr auf Bargeld umsteigen können.
  8. Wenn der Staat ganz leicht unser Geld enteignen kann, weil wir unser Geld nicht mehr bar dem Bankensystem entziehen und somit in unseren unmittelbaren Einflussbereich bringen können.
  9. Weil eine freie Gesellschaft auch ein freies und nicht beeinflussbares Geld benötigt.

Das Buch zum Thema

Die 5 Geldgesetze für Fülle und finanzielle Freiheit

Jetzt teilen und damit helfen

Jetzt mitmachen

Gastbeitrag für mein Blog schreiben

Vortrag oder Lesung veranstalten

Mit Hansjörg Stützle kooperieren

0 Kommentare

Einen Kommentar abschicken

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.