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Werden die Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft?

Die Abschaffung des Bargeldes und damit die Abschaffung unserer Freiheit wird immer konkreter. Ein neuerlicher Vorstoß der EU-Kommission sieht die Abschaffung der Ein- und Zwei-Cent-Münzen vor. Doch was steckt hinter diesem Vorstoß?

Wie wird die Abschaffung der Münzen begründet?

Offiziell wird die Abschaffung der Ein- und Zwei-Cent-Münzen damit begründet, dass die Kosten, die mit der Herstellung und dem Transport der Münzen verbunden sind, zu hoch seien. Es sei einfach nicht mehr rentabel, erzählt man uns, Kleingeld im Umlauf zu haben. Außerdem sei das Kleingeld lästig und würde insbesondere den Einzelhändlern das Leben erschweren, da diese zusätzliche Kosten für die Beschaffung und Bevorratung der Münzen hätten. Dass die Kosten und der zusätzliche Aufwand, der mit dem Bargeld verbunden ist, erst durch eine entsprechende bargeldfeindliche Politik entstanden ist, wird in der offiziellen Argumentation bewusst unter den Teppich gekehrt.
Doch wie sind diese Begründungen überhaupt zu bewerten? Erinnern Sie sich an die Gründe, die angeführt wurden, als die Ausgabe des 500-Euro-Scheins im Jahr 2019 eingestellt wurde?

Die offiziellen Gründe für die Abschaffung des 500-Euro-Scheins

Ab Ende 2018 hat die EZB die Herausgabe des 500-Euro-Scheins eingestellt. Das bedeutet, dass alle 500-Euro-Scheine die bei den Banken eingehen, vernichtet und nicht mehr ersetzt werden. Auch wenn die im Umlauf befindlichen lilafarbenen 500-Euro-Scheine nach wie vor als Zahlungsmittel genutzt werden können, bedeutet es die schleichende Abschaffung des 500-Euro-Scheins. Sie werden früher oder später ganz verschwinden.

Die offizielle Begründung für diesen Schritt lautete damals, dass Kriminelle gerade große Stückelungen von Bargeld bevorzugen würden. Folglich wolle man mit der Abschaffung eben dieser großen Stückelungen, kriminellen Aktivitäten wie der Finanzierung von Terrorismus oder Geldwäscherei vorbeugen. Auf keinen Fall wolle man das Bargeld aber komplett abschaffen.

Sind diese Begründungen nachvollziehbar?

Nun fällt es schwer zu glauben, dass organisierte Kriminelle in Zeiten von anonymen Kryptowährungen tatsächlich auf Bargeld angewiesen sind. Wer ein Verbrechen planen und finanzieren will, findet auch ohne Bargeld Mittel und Wege dafür. Ob mit der Abschaffung von Geldscheinen Kriminalität tatsächlich eingedämmt werden kann, ist also höchst fraglich.
Außerdem sollten Sie bedenken, dass die Abschaffung des größten Euro-Scheins bei gleichzeitiger Bekundung, dass die Bargeldmenge insgesamt nicht eingeschränkt werden solle, mit zusätzlichen Kosten verbunden sein muss. Schließlich müsste die Bargeldmenge, die durch die Abschaffung der 500-Euro-Scheine verloren geht, durch Scheine kleinerer Stückelungen kompensiert werden. Angaben der FAZ zufolge belaufen sich die Kosten für die Abschaffung des großen Scheins auf mindestens 500 Millionen Euro.
Die Ein- und Zwei-Cent-Münzen seien zu teuer, aber die Abschaffung des 500-Euro-Scheins darf über eine halbe Milliarde Euro kosten?

Fazit

An Hand dieser Widersprüche ist erkennbar, dass uns bei diesem Thema nicht die Wahrheit gesagt wird. Dies wird auch dadurch bestätigt, dass es bei all den Bekundungen, das Bargeld auf jeden Fall beibehalten zu wollen, nicht über ein reines Lippenbekenntnis hinaus gehen. Es gibt keine rechtlich verbindliche Garantie für das Bargeld. Diese könnte zum Beispiel durch einen entsprechenden Passus im Grundgesetz oder auch durch eine EU-Verordnung gegeben werden. Die mangelnde Bereitschaft eine solche Garantie zu geben, ist ein starkes Indiz dafür, dass die Abschaffung des Bargeldes und damit die Abschaffung unserer finanziellen Freiheit längst beschlossene Sache ist.

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Krieg gegen das Bargeld

Wer hat ein Interesse an der schleichenden Abschaffung des Bargelds? Geht es tatsächlich um die Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismus, oder steckt viel mehr dahinter? Wer sind die Akteure in Politik und Finanzwirtschaft, und welche Methoden benutzen sie? Was würde die weltweit geplante Einführung staatlicher Digitalwährungen bedeuten? Und: Was können wir gegen die Einschränkung unserer Freiheit tun?

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