Kategorie: Gastbeitrag

Begleichung von Parkgebühren kaum noch bar möglich

Am Donnerstag, den 8.April 2021 musste ich aus gesundheitlichen Gründen in die Innenstadt fahren. Parkplätze sind dort Mangelware. Also fuhr ich mit meinem Auto in ein Parkhaus, welches dort, soweit ich mich erinnern kann, von einer privaten Immobilienfirma betrieben wird.

Als ich zum Parkhaus zurückkam, ging ich wie gewohnt, zum Parkautomaten, um die Parkgebühren, 3,10 Euro pro Stunde, zu bezahlen. Der Parkautomat befindet sich ca. 5 Meter von der Einfahrt zum Parkhaus entfernt. Ich suchte die Vorrichtung, in der mit Banknoten oder Kleingeld die Parkgebühren entrichtet werden können. Jedoch konnte ich keine derartige Vorrichtung finden. Dann fand ich einen Knopf, diesen drückte ich und wurde fernmündlich mit der Parkaufsicht verbunden. Auf meine Anfrage hin, mit Bargeld bezahlen zu wollen, antwortete mir eine frauliche Stimme, dass dies an diesem Automat nicht möglich sei. Ich müsse einen Parkautomat bei der S-Bahn-Station aufsuchen. Der dortige Automat wäre ausschließlich für die Bargeldzahlung vorgesehen.

Da hätte ich jedoch mindestens 100 Meter laufen müssen. Die ungenaue Beschreibung des Standortes und die längere Wegstrecke (jede Minute kostet Geld) haben mich dazu bewogen, am Parkautomaten mit Bankkarte zu bezahlen. Dies kam mir dann doch etwas seltsam vor, da ich noch vor 6 Wochen im gleichen Parkhaus mit Geldstücken bezahlen konnte.

Nachdem nach und nach die großen Geldscheine still und leise aus dem Verkehr gezogen werden und auch Handwerker Bargeld nicht mehr annehmen wollen, sind dies für mich deutliche Zeichen, dass hier etwas überhaupt nicht stimmt. Auch bei Autowerkstätten habe ich beobachtet, dass Bargeld nur sehr ungern und größere Beträge, z.B. beim Autokauf, überhaupt nicht mehr angenommen werden.

Das Argument, man wolle der Geldwäsche vorbeugen, betrachte ich als Lüge. Auch beim Einkaufen sehe ich immer seltener Menschen, die mit Bargeld bezahlen. Ich habe es schon erlebt, dass Menschen für weniger als 10 Euro einkaufen und dann mit Kreditkarte bezahlen.

Dieser Gastbeitrag wurde geschrieben von

Herr W.

(Autor möchte anonym bleiben)

Kommentar von Hansjörg Stützle

Das was der Autor dieses Artikels beschreibt sind die subtilen Schritte, wie das Bargeldverbot umgesetzt wird. Die Bargeldabschaffung wurde in die Hände der Wirtschaft gelegt, so wie ich es in meinem Vortrag „Bargeldverbot – Nur eine Einbildung oder baldige Realität?“ aufzeige:

https://bargeldverbot.info/2020/08/01/bargeldverbot-nur-eine-einbildung-oder-baldige-realitaet/

Es wird mit allen Mitteln vermieden, dass das Bargeldverbot per Dekret, also vom Staat ausgeht. Die Menschen könnten Einwände dazu haben. Deshalb hat man die Bargeldabschaffung in die Hände der Wirtschaft gelegt. Wie genau die Agenda hierzu aussieht, können Sie im Arbeitspapier WP/17/71 nachlesen. Da steht in den Absätzen 52, 53 und 56:

»[…] völlige Bargeldlosigkeit sollte phasenweise in Schritten vollzogen werden. Die Abschaffung des Bargeldes könnte auf anfänglich völlig unumstrittenen Schritten basieren, wie große Banknoten abzuschaffen, eine Obergrenze für Bartransaktionen einzuführen und das Registrieren von Bargeldbewegungen über die Grenzen. Weitere Schritte könnten beinhalten, dass man wirtschaftliche Anreize einführt, um Bargeldtransaktionen zu reduzieren, indem man das Eröffnen und Verwenden von Konten, von denen man bargeldlos überweisen kann, vereinfacht und das Finanzsystem weiter computerisiert.«

»Es ist vorzuziehen, dass der private Sektor die Bargeldabschaffung betreibt und nicht der staatliche Sektor. […]. Wenn der Staat die Abschaffung des Bargeldes betreibt, erscheint es fragwürdiger und die Leute könnten Einwände dazu haben. […]. Auf jeden Fall sollte der verführerische Versuch, das Bargeld durch ein Dekret abzuschaffen, verhindert werden, wenn man bedenkt, wie sehr die Leute das Bargeld mögen. Eine PR-Kampagne ist notwendig, um irgendwelche Verdachtsmomente bezüglich der Bargeldabschaffung zu beschwichtigen, ganz besonders die Idee, dass die Behörden versuchten, alle Aspekte vom Leben der Leute zu kontrollieren, insbesondere ihren Gebrauch von Geld oder die Idee, dass ihr persönlich Erspartes in Banken gezwungen würde.

Die Bargeldabschaffung würde mehr Zugkraft gewinnen, wenn der Prozess auf individuellem Konsumentenwillen und Kostenvorteilen bestehen würde.«

»Koordinierte Anstrengung bei der Bargeldabschaffung könnte die positiven Wirkungen verstärken und mögliche Kosten reduzieren. Mindestens auf der Ebene der führenden Länder und der führenden Währungen sollten Behörden ihre Bargeldabschaffungsanstrengungen koordinieren. Solch eine Koordination ist ganz speziell wichtig bei der Entscheidung, größere Banknoten bei allen wichtigen Währungen abzuschaffen, Obergrenzen und andere Restriktionen für Bartransaktionen festzulegen und Meldepflichten für Bartransaktionen oder ihre Besteuerung einzuführen. Innerhalb eines Währungsraumes wäre es sinnvoller, Richtlinien für den ganzen Raum festzulegen statt nur für einzelne Länder. Und schlussendlich ist eine Übereinstimmung zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor und eine PR Kampagne über die Vorteile und die Vorgehensweise bei einer graduellen Abschaffung eine unerlässliche Grundvoraussetzung bzw. Schlüsselfunktion für einen Erfolg.«

(Quelle: https://www.imf.org/en/Publications/WP/Issues/2017/03/27/The-Macroeconomics-of-De-Cashing-44768)

Das was der Autor des heutigen Gastbeitrages nun im alltäglichen Leben wahrnimmt sind nur die Auswirkungen aus einem lang angelegten Plan, den die IWF, die eine sehr mächtige supranationale Institution ist und in unserem Geldsystem die höchste Instanz darstellt, ganz offen in einem Arbeitspapier aufzeigt.

Dem Bürger soll erschwert werden mit Bargeld zu bezahlen. Mit einem „sanften“ druck soll der Bürger das Bargeld meiden und zur digitalen Zahlung „motiviert“ werden.

Am Ende dieser Kaskade wird das Bargeldverbot stehen.

Wir sollten uns nicht dem Irrtum hingeben, dass die Bargeldabschaffung der Zeit geschuldet ist. Dahinter steht ein Plan, der an Raffinesse und Subtilität kaum zu überbieten ist. Und hinter solchen hinterhältigen Plänen stecken Interessen, die ganz sicher nicht zum Vorteil der Bürger oder einer freien Gesellschaft sind.

 

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Bargeld ist tot! … unsere Freiheit stirbt mit.

Dieses düstere Bild verdichtet sich immer mehr bei Wissenschaftlern und auch in den Medien – das Bild einer unfreien, fremdbestimmten und ferngesteuerten Gesellschaft. Der Autor entlarvt in seinem Buch detailliert die Hintergründe der schleichenden, aber keineswegs zufälligen Abschaffung des Bargelds und skizziert deren verheerende Folgen.

Mehr als 100 Grafiken ermöglichen es auch Laien, die komplexen Zusammenhänge leicht zu verstehen. Dabei folgt Hansjörg Stützle seinem Anspruch, nicht nur aufzuklären, sondern auch Lösungen aufzuzeigen. So beleuchtet er die Bargeldabschaffung auch aus dem Blickwinkel der morphischen Felder. Dieser Perspektivenwechsel schafft Raum für Hoffnung und bietet jedem Einzelnen die Chance, ein wichtiger und unverzichtbarer Teil der Lösung zu sein.

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