Unser Politiker-Video-Projekt für den Erhalt des Bargeldes: Ein Blick hinter die Kulissen
Über 376.000 Aufrufe, 1.350 Politiker erreicht – und ein Team, das alles gegeben hat. Hinter unserem Video zum Erhalt des Bargeldes steckt monatelange Arbeit, Herzblut und Engagement. Hansjörg Stützle nimmt Sie mit hinter die Kulissen, stellt die Menschen vor, die dieses Projekt möglich gemacht haben, und sagt danke – von Herzen. Von Hansjörg Stützle, 04.12.2025.
Unser 20-minütiges Video auf dem YouTube-Kanal von Prof. Rieck wurde bisher über 376.000 Mal angesehen – eines unserer aufwändigsten und komplexesten Projekte.
Brisant dabei war, dass wir nicht nur eine Gegendarstellung zu einem Video eines EU-Abgeordneten erstellt haben, sondern dass dieser Politiker zudem Jurist und Professor der Rechtswissenschaften ist. Wir haben also damit dessen Kompetenz in Frage gestellt und sind in eine direkte Konfrontation gegangen.
Eine klare Botschaft an die Politik
Das Video richtet sich eigentlich nicht an die breite Öffentlichkeit, sondern direkt an die Politiker in ganz Europa: Alle 1.350 Politiker des EU-Parlaments und des Deutschen Bundestages haben das Video erhalten – per Post mit einem Link und einem QR-Code zum Video und zwei Fachaufsätzen in Deutsch und Englisch. Ziel war es, sicherzustellen, dass kein Politiker später sagen kann, er habe nicht gewusst, in welcher Gefahr sich Bargeld befindet. Damit wollten wir die politischen Entscheidungsträger in ihre Verantwortung bringen.
Mit Präzision und Engagement gegen Schubladendenken
In einem Umfeld, in dem das Thema Bargelderhalt oft in extreme Ecken gedrängt wird – von Verschwörungstheorien über rechte Ideologien bis hin zu Antisemitismus, um nur einige zu nennen, wirkt dieses Projekt utopisch und fast schon selbstzerstörerisch.
Um durch dieses kontaminierte Feld durchzukommen, war äußerste Präzision, Sachlichkeit und Kompetenz nötig, was mich über Monate zusätzlich unter Druck gesetzt hat, denn ich wusste: Nur ein winzig kleiner Fehler könnte das Projekt gefährden und zum Scheitern bringen.
Sichtbare Erfolge stellen sich ein
Das Ergebnis hat meine Erwartungen übertroffen: Das Video ist fachlich unangreifbar, wird von Politikern wahrgenommen, erhält öffentliche Aufmerksamkeit und bringt das Thema endlich in eine sachliche, öffentliche Diskussion. Dies ist von immenser Bedeutung, denn in einer Demokratie muss jedes Thema diskutiert werden können.
Die ersten Antworten sind bereits angekommen. Einige Politiker sind glaubwürdig auf das Thema eingegangen.
Obwohl viel ehrenamtlicher Einsatz dabei war, waren die Kosten beträchtlich – alleine der kleinste Teil, die Portokosten für die Politikerschreiben, lag schon bei 2.300 Euro.
Die Menschen, die das Projekt möglich gemacht haben
Dieses Video-Projekt konnte nur entstehen, weil sich Menschen mit Haut und Haaren in das Projekt involviert haben und dabei auch über ihre physischen und psychischen Grenzen hinweggegangen sind, oft mit weit über 100 Stunden Arbeit pro Person.
Hakon von Holst – Mein wichtigster Mitstreiter
Hakon unterstützt mich seit 2019 und war bei diesem Projekt unersetzlich. So war er zum Beispiel federführend für die Fachaufsätze verantwortlich. Mit unglaublicher Liebe zum Detail schrieb er die juristisch und fachlich erstklassigen Texte, die die Grundlage für unsere politische Anschreiben bilden. Machen Sie sich selbst einen Eindruck davon:
- 13 Punkte zur Verbesserung der EU-Bargeld-Verordnung (Deutsch)
- Ungleichbehandlung des Bargelds gegenüber dem Digitalen Euro (Deutsch)
- Einzelhändler und Dienstleister schaffen das Bargeld ab – auch unter der geplanten EU-Bargeld-Verordnung? (Deutsch)
- Akzeptanz-Vorschriften für Bargeld in 36 Ländern Europas (Deutsch)
Darüber hinaus recherchierte Hakon Adressen von Politikern, entwickelte diverse Anschreiben für Politiker, Verbände und Presse und stellte sicher, dass die fachlichen Grundlagen für den Erfolg des Projekts präzise gelegt waren. Dafür stellte er sogar sein eigenes Herzensprojekt „Ökologischer Anbau und Familie“ zurück. Sein Einsatz ist von unschätzbarem Wert und ich möchte mich dafür ganz herzlich bei Hakon bedanken.
Conrad Heckmann – Der Übersetzer mit Herzblut
Conrad ist zweisprachig aufgewachsen, staatlich vereidigter Dolmetscher und Gründer des Projekts „Tübingen zahlt bar“.
Für unser Video übernahm er nicht nur die Übersetzung der Fachaufsätze und des Videos ins Englische, sondern er lieh dem Video auch seine Synchronstimme für die englische Version.
- Thirteen points for improving the EU Cash Regulation (Englisch)
- Cash on an unequal footing with the digital euro (Englisch)
- Will retailers and service providers continue to abandon cash under the planned EU Cash Regulation? (Englisch)
- Cash acceptance regulations in Europe (Englisch)
Sein Beitrag ist von immenser Bedeutung, weil wir nur damit die vielen Hunderte EU-Parlamentarier erreichen konnten, die in der Regel kein Deutsch sprechen.
Obwohl er beruflich sehr eingespannt war, machte er die Übersetzungen in kürzester Zeit und in höchster Qualität. Das war alles andere als eine Kleinigkeit – denn es sind sehr komplexe Fach-Aufsätze.
Meine Angebote, ihn für seine Leistung zu bezahlen, lehnte er mehrfach ab, weil ihm der Bargelderhalt persönlich so wichtig ist.
Für diese Gesinnung und sein fachliches Einbringen mein herzliches Dankeschön an Conrad.
René aus Berlin – Der technische Virtuose
René habe ich bei einem Interview kennengelernt. Er hat aus meinem Video, das ich im Sommer in Heidelberg gedreht habe, ungefragt und kostenfrei ein Short für YouTube erstellt, das mittlerweile über 2 Millionen Aufrufe hat.
Er hat sich bereit erklärt, für einen fairen Stundensatz das Videoprojekt sowohl im Dreh als auch im Schnitt zu begleiten. Wir haben an einem Dienstag darüber telefoniert, am Freitag hat er sich schon auf die Reise von Berlin an den Bodensee begeben und ist in der Nacht bei mir angekommen.
Am Samstag haben wir dem Drehbuch den letzten Schliff gegeben und die Technik eingerichtet, sodass wir am Sonntag den Dreh durchführen konnten.
Er investierte schätzungsweise über 200 Stunden Arbeit, oft auf Kosten seiner Familie und Freizeit.
Seine Flexibilität, sein Engagement und sein unermüdlicher Einsatz haben entscheidend dazu beigetragen, dass das Video in dieser Form überhaupt entstehen und noch rechtzeitig veröffentlicht werden konnte.
Für sein Einbringen mein herzliches Dankeschön. Ein besonderer Dank geht an seine Frau und seine beiden kleinen Kinder, die in dieser intensiven Zeit auf René verzichtet haben, damit er sich voll auf das Projekt konzentrieren konnte.
Prof. Dr. Christian Rieck – Sein Kanal als Bühne für das Video
Da das Video für Politiker konzipiert war, habe ich mir im Vorfeld keine Gedanken darüber gemacht, wie wir es in die breite Öffentlichkeit tragen können.
Kurz vor der Veröffentlichung fragte ich an einem Mittwoch Prof. Rieck, den ich von einem Interview kannte, ob er die Erstausstrahlung auf seinem YouTube-Kanal übernehmen möchte.
Prof. Rieck zögerte nicht: Nach einem kurzen Telefonat erklärte er sich bereit, das Video bereits samstags darauf zu veröffentlichen – ein Schritt, der uns zusätzlichen Stress bereitete, da wir just an diesem Samstag die große Politiker-Brief-Aktion planten.
Sein Mut und seine Bereitschaft, das Video sichtbar zu machen, obwohl es zwar fachlich korrekt, aber politisch brisant war, haben dem Projekt enorme Aufmerksamkeit verschafft und dafür gesorgt, dass die Botschaft des Bargelderhalts nicht nur Fachkreise, sondern die breite Öffentlichkeit erreichte.
Seine Unterstützung war ein Geschenk für den Bargelderhalt. Dafür mein herzliches Dankeschön.
Christiane Kopp – Die stille Kraft im Hintergrund
Christiane Kopp arbeitet seit 33 Jahren mit mir zusammen und ist für unser Herzensprojekt „WertVoll Leben“ tätig, das sich mit dem wertvollen und richtigen Umgang mit Geld beschäftigt.
Aktuell setzt sie einen Großteil ihrer Kapazitäten für den Erhalt des Bargeldes ein.
Für das Videoprojekt kümmerte sie sich um Grafiken, Drehbuchoptimierung, Textarbeiten, Newsletter und viele technische Details, die den reibungslosen Ablauf ermöglichten.
Ohne ihre unermüdliche jahrelange Unterstützung in vielen Bereichen wie zum Beispiel der gesamten Technik, wäre das Mammut-Projekt Bargelderhalt nicht umsetzbar gewesen. Für das Immer-da-Sein, für die Abnahme jeglicher Arbeit, ob hochkomplex oder auch mal simpel, und für die Treue über 33 Jahre hinweg mein allergrößtes Dankeschön.
Hansjörg Stützle – Mein immerwährender Einsatz für den Bargelderhalt
Am liebsten hätte ich mich rausgelassen, aber bevor Einzel-Rückfragen kommen und es mich vielleicht viel mehr Zeit kostet, sie zu beantworten, möchte ich kurz meinen Anteil schildern:
Seit 2007 investiere ich unglaublich viel in dieses Mammut-Projekt Bargelderhalt.
Ich bin jetzt sogar so weit gegangen, dass ich seit 3 Monaten mein Business und Herzensprojekt „WertVoll Leben“ vorübergehend komplett eingestellt habe, um dem Bargeld in der jetzigen alles entscheidenden Phase meine volle Unterstützung zu geben.
Emotional ist es für mich über all die Jahre hinweg eine Achterbahnfahrt. Es kommt dem Kampf „David gegen Goliath“ gleich – nur dass ich nicht einmal eine Steinschleuder in der Hand habe.
Dass ich bisher noch nicht aufgegeben habe, liegt nur daran, dass ich mich jeden Tag aus allem Geschehen zurückziehe und meditiere. Dadurch komme ich in einen geistigen Zustand, in dem ich aus einer Adlerperspektive die Situation wahrnehme und die Chance für den Bargelderhalt noch sehr deutlich sehen kann.
Dieser Blickwinkel aus dem „Höheren Ich“ gibt mir über den Tag hinweg die Kraft, in der physischen Welt die Aktionen für das Bargeld anzugehen. Während des Tages trübt es sich dann durch die vielen Aktionen und Hiobsbotschaften wieder ein und nicht selten falle ich am Abend erschöpft ins Bett. Oft wache ich dann nachts auf, bin hellwach und die ganzen Projekte sind so präsent, dass sie mich nicht mehr einschlafen lassen.
Und das ist meine Situation seit sehr langer Zeit.
Als ich vor etwa sieben Monaten das Video des EU-Abgeordneten Repasi gesehen habe, war ich zunächst geschockt. Ich brauchte 2–3 Monate, um mich zu sammeln und zu entscheiden, wie ich reagieren möchte, da ich mich nie in eine Konfrontation mit einem Menschen, erst recht nicht mit einem Politiker begeben wollte. Erst danach konnte ich in die Planung für unser eigenes Video einsteigen.
Es hat mich sehr berührt, wie sich die Menschen, die ich oben genannt habe, aber auch andere dabei eingebracht haben. Alle haben sich auf das große Ziel des Bargelderhalts eingestimmt und sich darauf ausgerichtet.
Ich möchte jetzt nicht erzählen, was ich alles für das Video gemacht habe, ich war gefühlt 24/7 überall in diesem Projekt eingebunden, aber viele Dinge lagen in meiner Verantwortung: Drehbuch entwickeln, Video drehen, Geld dafür aufbringen, koordinieren und viele andere unzählige Dinge.
Die Kraft dafür beziehe ich auch aus meiner intrinsischen Motivation, die Sie auch in meinem Buch „Das Bargeldkomplott“ in Kapitel 2 und dem letzten Kapitel nachlesen können.
Die vielen guten Seelen
Sie können sich kaum vorstellen, wie viel Geld solch ein Projekt verschlingt. Allein dieses hat mich circa 15.000 Euro gekostet, obwohl viele Arbeiten ehrenamtlich oder mit reduzierten Stundensätzen geleistet wurden. Und dabei ist mein Einsatz noch gar nicht berücksichtigt.
Ich wäre nicht in der Lage gewesen, diese Kosten selbst zu tragen. Die vielen Spender und Spenderinnen haben dies ermöglicht und dieses so wichtige monetäre Fundament dafür geschaffen.
Ein herzliches Dankeschön an all die guten Seelen, die physisch und psychisch die Schirmherrschaft für das Bargeld übernommen haben.
Ein Blick in die Zukunft
Die Spenden reichen bis zum Ende dieses Jahres. Ich werde im 1. Quartal 2026 nochmals um Spenden bitten, damit die vielen anstehenden Projekte für den Bargelderhalt finanziert werden können. Für mich ist es eine riesige Entlastung, den Kostendruck nicht auch noch zusätzlich zu allem anderem auf mir lasten zu wissen. Dafür bin ich sehr dankbar.
Das Jahr 2026 wird das Entscheidungsjahr für das Bargeld werden. Ich werde darüber bald berichten.
Hakon von Holst – Mein wichtigster Mitstreiter
Conrad Heckmann – Der Übersetzer mit Herzblut
Prof. Dr. Christian Rieck – Sein Kanal als Bühne für das Video
Christiane Kopp – Die stille Kraft im Hintergrund
Hansjörg Stützle – Mein immerwährender Einsatz für den Bargelderhalt
Die vielen guten Seelen









danke für soviel Engagement. Es ist manchmal praktisch mit ekarte zu bezahlen, doch zu 75% regel ich alles bar. Oft werde ich ja sowieso in die elektronischen Zahlung gezwungen. Das muß zu Gunsten des Bargeldes geregelt werden. Richtig so. Da muss auch so bleiben, denn ich will die Banken nicht ernähren, die keine freundliche und kundebezogene Politik betreiben. Geld ist Macht und damit lässt sich viel steuern und manipulieren, wenn es in der Hand des Kapitals und der Politik….. also der Machhaber ist. Viel Erfolg wünsche ich uns.
ich hätte drei dinge zu sagen:
1. bravo!
2. bravo!
3. bravo!
herzlichen dank, kristin s.
Ganz herzlichen Dank, Herr Stuetzle fuer ihr unglabliches Engagement, das Bargeld und unsere Freiheit zu erhalten. Es ist mir so eine Erleichterung, dass Sie diese Bewegung in Gang gesetzt haben. Da ich in England lebe, kann ich mich nicht so sehr einsetzten, wie ich das gerne machen wuerde aber ich habe zumindest ihre emails an viele Freunde und Bekannte weitergeleitet.
Ich wuerde gerne auch eine geldliche Spende machen, habe aber keine Konto Daten um dies zu tun. Waere es moeglich diese an meine email geschickt zu bekommen?
Nochmals Dank -from the bottom of my heart, wie der Englaender so schoen sagt,
Barbara
Liebes, großartiges Bargeld-Team,
herzlichen Dank für Ihr Engagement!!
Das Argument mit dem ich bisher die meisten Kartenzahler zum Nachdenken bringen konnte, ist das Rechenexperiment, das die Umverteilung des Gelds ins „nichts“ bzw. zu den Konten der Zahlenanbieter verdeutlicht.
Durch Einrechnung aller Kosten für den Karten-Geldverkehr, also durchschnittliche Gebühren, Lesegerat, Terminalfixkosten·und Gebühren für den Karteninhaber, sind 50€ nach 50–70 Transaktionen komplett als Ertrag zu den Zahlungsdienstleistern diffundiert! Herzliche Grüße
Hallo lieber Hansjörg und das gesamte Team euch allen vielen Dank für eure Arbeit ich persönlich bezahle immer bar und selten mit der Karte das wird denke ich mehreren Menschen bewusst und es auch machen.Herzliche Grüsse
Sehr geehrter Herr Stützle,
vielen Dank für Mühe und Plage der Sie sich unterzogen haben.
Die Interessen das Bargeld abzuschaffen sind klar erkennbar.
Ich wünsche weiterhin viel Erfolg.