Kommt die Bargeldabschaffung so sicher »wie der ›Tatort‹ am Sonntagabend«?

Bargeld ist das Geld des Bürgers, nicht der Banken. Trotzdem gerät es zunehmend in die Zange – auch mit politischer Unterstützung. Das letzte Wort ist aber nicht gesprochen. Von Hansjörg Stützle, 15.03.2023.

»Die Bargeldabschaffung wird so sicher kommen wie der ›Tatort‹ am Sonntagabend. Alle wichtigen Gruppierungen haben ein Interesse daran – mit Ausnahme des informierten Bürgers.« Dieses Zitat stammt aus dem Buch Machtbeben von Dirk Müller (Mr. Dax), nachlesbar auf Seite 280. Das ist einerseits eine traurige Prognose eines renommierten Finanz-Fachmannes.

Andererseits steckt in dieser Aussage die Lösung: Der Schlüssel liegt offensichtlich im informierten Bürger. Im zweiten Teil meines Artikels erzähle ich über ein Experiment, das hohe Chancen besitzt, die Anzahl der informierten Bürger exponentiell zu erhöhen und damit dem Bargeld dauerhaft Bestand zu sichern. Aber zunächst schauen wir an, warum Fachleute wie Dirk Müller das Fazit ziehen, dass das Bargeld keine Chance hat und abgeschafft wird.

Wie ich schon früher ausgeführt habe, wurde das Fundament zur Bargeldabschaffung bereits vor vielen Jahren gelegt. So können die Finanzinstitute seit Umsetzung der Zahlungsdiensterichtlinie in deutsches Recht Gebühren für jede Bargeldeinzahlung und Bargeldauszahlung verlangen. Mit der Interpretationsempfehlung der Europäischen Kommission zum Begriff »gesetzliches Zahlungsmittel« im Jahr 2010 wurde mehr oder weniger klargestellt, dass Läden grundsätzlich die Möglichkeit besitzen, Bargeld abzulehnen. Genau das passiert jetzt:

  • Seit Januar 2023 lehnt erstmals eine ganze Handelskette Bargeld ab – der Apple-Händler Gravis mit 40 Filialen deutschlandweit.

Gleichzeitig wird die Infrastruktur des Bargeldes kontinuierlich zerschlagen und sein Image beschädigt:

  • Banken führen Gebühren für Ein- und Auszahlungen von Bargeld ein.
  • Bankomaten werden reduziert.
  • Bankschalter werden geschlossen.
  • Lügen über das Bargeld werden verbreitet: Es sei unhygienisch und voller Bakterien und Viren.

Mit diesen vielzähligen Aktionen wird der Bürger dazu verleitet, Bargeld nicht mehr zu mögen, ja sogar Angst davor zu haben. Er geht dazu über, Bargeld zu meiden oder es gänzlich nicht mehr zu nutzen. Auch wenn die Initiatoren woanders zu finden sind, setzt der Bürger die Bargeldabschaffung letztendlich selbst um. Dadurch sinkt die Barzahlungsrate in einem immer schnelleren Tempo, bis die Infrastruktur des Bargeldes so stark ausgehöhlt ist, dass sie am Ende gänzlich zusammenbricht.

Auch eine gesetzliche Verankerung des Bargeldes kann diesen Trend nicht aufhalten, sondern nur verzögern. Letztendlich entscheidet über den Erhalt des Bargeldes der Bürger durch sein Handeln, also ob er damit bezahlt oder nicht.
Heißt das, dass unser Bargeld nicht mehr zu retten ist?

Nein – ganz im Gegenteil. Unser Bargeld ist in jedem Falle zu retten. Aber dazu müssen wir uns die Frage stellen: Warum bezahlt der Bürger immer weniger mit Bargeld? Der dahinterliegende Grund hierfür hängt letzten Endes mit unserem Bewusstsein zusammen. Denn unser Bewusstsein führt zu unseren Handlungen.

Also, was bewegt uns, mit Karte oder mit Bargeld zu bezahlen? Kennen wir noch den Wert und den Nutzen des Bargeldes? Oder anders gefragt: Wurden wir Bürger von der Magie des Bargeldes abgespalten? Würden wir wieder zu Bargeldzahlungen zurückkehren, wenn wir diese Magie wieder kennenlernen und erfahren dürften? Kann damit der gesellschaftliche Trend von Kartenzahlungen zu Barzahlungen umgekehrt werden?

Hierzu habe ich im Januar ein Experiment mit 400 Teilnehmern gewagt und eine Bargeld-Challenge veranstaltet. 7 Tage lang haben wir uns täglich für eine Videokonferenz getroffen. Mit jeweils einem Impulsvortrag habe ich einen Aspekt der Magie des Bargeldes aufgezeigt. Danach gab es eine kleine Aufgabe für den Tag. Es war schön zu beobachten, wie das Bargeld von Tag zu Tag eine immer stärkere Kraft bekam:

»Ich werde noch konsequenter bar bezahlen und mein Umfeld dafür sensibilisieren«, hieß es da. »Ich kann das eigene Geld ganz anders schätzen«, sagte ein anderer. An jedem Morgen haben wir die Beobachtungen und Erkenntnisse aus dem vorherigen Tag besprochen. Und im Laufe der Bargeld-Challenge entstanden immer nachhaltigere Erkenntnisse und Veränderungen:

»Ich empfinde mehr Wertschätzung für die Leistung, die ich erhalten habe«, bemerkte ein Teilnehmer. »Ich habe einen neuen Blick auf das Geldausgeben gewonnen«, sagte ein anderer. »Bei mir entsteht Freude, Geld in die Hand zu nehmen«, äußerte eine weitere Teilnehmerin. Den Nutzen von Bargeld für das eigene Leben wollte nun niemand mehr missen. Und allen wurde klar: Eine freie Gesellschaft braucht ein freies, nicht digitales Zahlungsmittel.

In dieser Woche entstand ein neues Bewusstseinsfeld. Ein Feld, das die Teilnehmer zu ganz neuen Handlungen im Leben bewegte:

  • »Ich gebe mein Geld mit einer anderen Energie aus« oder
  • »Ein schönes Gefühl, mit Bargeld zu bezahlen« oder
  • »Tolle Infos, die auch meinen Mann von dem Wert der Bargeldzahlung überzeugt haben« oder
  • »Ich fange an Bargeld zu lieben« bis hin zu
  • »Ich werde meine Kreditkarte kündigen«.

Die Bargeld-Challenge war ein Riesenerfolg. Denn Menschen können sich ändern und damit die Handlungen und somit unsere gesellschaftlichen Strukturen verändern. Sie ändern sich sogar gerne, wenn sie den Wert und Nutzen daraus erfassen und durchdringen. Und je mehr Menschen die Magie des Bargeldes entdecken, umso mehr Menschen werden bar bezahlen und dem Bargeld den dauerhaften Bestand geben.

Der Schlüssel für den langfristigen Erhalt des Bargeldes ist somit das Bewusstsein der Bürger. Das Bewusstsein über den Nutzen und die Magie des Bargeldes! Dieses Bewusstsein sollten wir weiter entfalten. Und dazu gibt es schon bald die nächste Möglichkeit:

Vom 16. bis zum 23. April wird die zweite Bargeld-Challenge stattfinden. Jeder ist dazu herzlich eingeladen und kann kostenfrei mitmachen. Ob alt oder jung, ob reich oder arm, ob angestellt oder selbständig. Anmelden und informieren können Sie sich hier.

Bei der letzten Challenge waren wir 400 Teilnehmer. Bei der nächsten vielleicht schon 1000? Und bei der übernächsten noch mehr? Machen Sie mit und informieren Sie auch andere darüber. So kann eine Welle entstehen, auf der ein neues Bewusstsein zum Spirit des Bargeldes entsteht. Und alle Menschen, die diesen Spirit kennen, werden sich ihr Bargeld nicht wegnehmen lassen und für seinen Erhalt einstehen.

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Mehr als 100 Grafiken ermöglichen es auch Laien, die komplexen Zusammenhänge leicht zu verstehen. Dabei folgt Hansjörg Stützle seinem Anspruch, nicht nur aufzuklären, sondern auch Lösungen aufzuzeigen. So beleuchtet er die Bargeldabschaffung auch aus dem Blickwinkel der morphischen Felder. Dieser Perspektivenwechsel schafft Raum für Hoffnung und bietet jedem Einzelnen die Chance, ein wichtiger und unverzichtbarer Teil der Lösung zu sein.

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