Die Folgen der Bargeldabschaffung

Um das Thema der Bargeldabschaffung vollumfänglich durchdringen und vor allem auch für den Erhalt des Bargeldes aktiv werden zu können, sollten 3 Fragen gestellt und beantwortet werden: Welche Folgen hat eine Bargeldabschaffung? Welchen Nutzen gibt uns das Bargeld tagtäglich? Welche Lösungen gibt es, unser Bargeld zu erhalten? In diesem Artikel möchte ich auf die erste Frage ausführlich eingehen, nämlich welche Folgen eine Bargeldabschaffung hat.

Die Folgen einer Bargeldabschaffung sind allumfassend und vielschichtig. Sie tangieren fast alle Lebensbereiche. Sie betrifft uns persönlich, hat Einfluss auf unsere Familie, auf unsere Gesellschaft, ja sogar auf die gesamte Menschheit. Und zudem hat eine Bargeldabschaffung großen Einfluss auf unsere Emotionen, unser Gefühl, unsere Zuversicht, unsere Freiheit, unsere Selbstbestimmung und vieles mehr.

Beginnen möchte ich mit den Auswirkungen auf uns persönlich. Wie verändert sich unser ganz persönliches Leben, wenn es kein Bargeld mehr gibt?

Folgen auf mein unmittelbares Leben

  • Geld ist nicht mehr mit Händen zu greifen. Geldplanung ist erschwert, weil die digitale Zahlung ein abstraktes Verstehen in viel stärkerem Maße erfordert als das physische Bargeld. Zwischenmenschlicher Kontakt sowie das Symbol von Geben und Nehmen und die sichtbare Wertschätzung gehen verloren.
  • Jede Geldbewegung wird mit einer Gebühr belegt. Der Abschlag kann ohne meinen Einfluss beliebig erhöht werden. Ich bin der Gebührenallmacht der Finanzindustrie vollständig ausgeliefert.
  • Der Staat kann leicht mit Negativzinsen und per Enteignung auf mein Geld und somit auf meine persönliche Energie zugreifen.
  • Wenn ich mich nicht stromlinienförmig verhalte oder sogar eine Gefahr für die Machthaber werden sollte, bin ich leicht auszuschalten, indem man mir den Zugriff zu meinen Konten sperrt. Meine physische Existenz hängt plötzlich von einer Karte ab.
  • Jeder noch so kleine Austausch wird dokumentiert und für die Dauer gespeichert. Man weiß, mit wem ich Austausch lebe.
  • Schneller als gedacht kehren Zustände ein wie in China, wo jeder kontrolliert wird und ein Punktesystem für gutes und schlechtes Verhalten eingeführt wurde. Wenn man versehentlich mit den falschen Leuten verkehrt, kann man plötzlich keine Flugreise oder Zugfahrt mehr buchen, weil das Wohlverhaltensscoring zu niedrig ist. Dann versucht man nur noch mit jenen zu verkehren, die dem Staat genehm sind, damit die Repressionen enden. Der Bürger schleicht duckmäuserisch durch das Leben.

Alleine diese Auswirkungen auf uns persönlich sollten uns dazu bewegen, uns intensiver mit dem Thema Bargeldabschaffung auseinanderzusetzen.

Und nicht nur auf uns persönlich, sondern auch auf die Belange unserer Familie hat eine Bargeldabschaffung einen starken Einfluss. Insbesondere auf die Erziehung unserer Kinder. Haben Sie sich schon einmal Gedanken gemacht, wie Sie Ihren Kindern ohne Bargeld den Umgang mit Geld näher bzw. beibringen können? Alleine das ist mit den digitalen Zahlungssystem wie Karten- oder Handyzahlung fast gänzlich unmöglich. Aber schauen wir uns nachfolgend noch weitere Aspekte auf die Auswirkungen einer Bargeldabschaffung auf unsere Familie an:

Folgen auf meine Familie

  • Budget- bzw. Haushaltsplanung ist deutlich schwieriger, weil sich elektronisches Geld den menschlichen Sinnen entzieht und unsichtbar ist.
  • Das beste Geldplanungs- und -handlingsinstrument steht nicht mehr zur Verfügung. Finanzprobleme können sich schneller einstellen und zu Streit in der Familie führen.
  • Big Brother kehrt in die Familie ein, weil die Eltern den Umgang der Kinder mit dem eigenen Taschengeld kontrollieren können. Sohn und Tochter müssen sich rechtfertigen für ihre Einkäufe vom eigenen Geld. Im späteren Leben mangelt es an wichtigen Eigenerfahrungen und an einem verantwortlichen Umgang mit Geld.
  • Durch die digitalen Zahlungen sind alle Ausgaben dokumentiert. Selbst Geschenke kann vor dem Partner/in nicht mehr „verheimlicht“ werden.
  • Wenn ich meinem Kind oder jemand anderem meine Karte/Handy gebe, liefere ich mich ihm mit meinem gesamten Kontovermögen aus.

Es ist erschreckend, welche Auswirkungen eine Bargeldabschaffung auf unser Familienleben hat. Beruflich bin ich Geldumgangstrainer und begleite Menschen im richtigen Umgang mit Geld. Und ich muss immer öfter in meinen Beratungen beobachten, wie Familien mit guten Einkommen nicht mehr mit Ihrem Geld klar kommen, weil sie fast alles digital bezahlen. Studien haben nachgewiesen, dass Kartenzahler bis zu 100% mehr konsumieren als Barzahler. So kommen Familien mit einem Nettoeinkommen von über 5.000 € nicht mehr durch den Monat, weil ihnen das Geld unkontrolliert digital und fast unsichtbar wegfließt.

Folgen auf unsere Gesellschaft

Aber die Folgen einer Bargeldabschaffung zieht noch ganz andere Kreise. Auch unsere zukünftige Gesellschaft spürt Auswirkungen, die auch den letzten Befürworter der Bargeldabschaffung stutzig machen sollten:

  • Durch ein Bargeldverbot ist alles Geld im Banken- und Finanzsystem eingesperrt. Dadurch unterliegt es fremder Gewalt. Der Staat kann sich schnell daran bedienen, um es zur Finanzierung von Kriegen, zur Rettung der Banken, zur Stützung der Wirtschaft oder für andere Aktionen zu verwenden.
  • Das angestrebte Geldsystem ist ohne das Regulativ Bargeld für Generationen zementiert, weil es nicht mehr zu Fall gebracht werden kann.
  • Eine Finanzdiktatur entsteht.
  • Es besteht ein erhöhtes Erpressungspotenzial gegenüber einem Politiker, je nachdem was er eingekauft und konsumiert hat oder welche Gruppen und Vereine er unterstützt hat.
  • Alles Geld, also alle Anerkennung und Wertschätzung, die ein Mensch in Form von Geld für seine Arbeit und Mühe erhalten hat, ist unter der Kontrolle einer kleinen Gruppe von Menschen.
  • Whistleblower arbeiten mit noch mehr Risiken. Wir müssen uns darauf einstellen, nach einer Bargeldabschaffung noch weniger Informationen über politische Hintergründe zu erfahren, die wir dringend kennen sollten.
  • Mit der Bargeldabschaffung gewinnt der Staat ungeheure Möglichkeiten, den Bürger zu kontrollieren. Aber wer kontrolliert die Kontrolleure? Und was passiert, wenn der gute Staat in einen schlechten mutiert?
  • Es gibt mehr private Insolvenzen, weil die Menschen weniger Bezug zu Geld und weniger Gefühl zu ihren Finanzen haben.
  • Alte Menschen, behinderte Menschen, Menschen, die kein Gefühl für Ziffern auf leuchtenden Monitoren haben, können mit der elektronischen Welt nicht umgehen und werden abgehängt und in der Gesellschaft als Ballast behandelt.
  • Die Gesellschaft steht still, wenn die Elektronik nicht funktioniert. Nach einem Bargeldverbot droht bei Ausfall der Zahlungssysteme ein Stillstand des Warenaustausches.

Wollen Sie in solch einer Gesellschaft leben? Die Bargeldabschaffung macht diese sehr fragwürde Gesellschaft wahr. Aber ist das dann noch eine freie Gesellschaft? Ist es eine Gesellschaft, in dem sich das Individuum noch frei und unantastbar bewegen kann? Oder öffnet es Tore, die sehr fragwürdige totalitäre Staaten hervorbringen wird?

Folgen auf die Menschheit

Eine Welt ohne Bargeld verändert die Welt:

  • Wenn es kein Bargeld mehr gibt, wird die Zentralbank Negativzinsen in bisher nicht gekanntem Maße ausrufen, um den Konsum und die Wirtschaft anzukurbeln, damit Schulden getilgt werden können und der gefürchtete Dominoeffekt vermieden wird. Das befeuert den sinnlosen Konsum und schadet der Ökologie unseres Planeten. Wenn es kein Bargeld mehr gibt, hat der Bürger außerdem eine starke Verhandlungsposition verloren, wenn es darum geht, wichtige Änderungen im Geldsystem durchzusetzen, weil die Finanzwirtschaft keinen Bankenrun mehr fürchten muss. Unser auf Ausbeutung aufgebautes Geldsystem jedoch fördert die Zerstörung des Planeten.
  • Die Macht konzentriert sich nach einer Bargeldabschaffung mehr denn je auf ganz wenige Menschen: Elektronisches Geld untersteht nicht der Kontrolle des Einzelnen.
  • Die Geschichte ist gepflastert mit Tyrannen und Diktatoren. Für solche Geister wäre es zum ersten Mal möglich, totale Kontrolle über die Menschheit zu erlangen. Je nach Gesinnung eines solchen Despoten werde ich mein Leben fristen müssen. Freiheit, lebe wohl!
  • Mit der Bargeldabschaffung ist alles Geld in der digitalen Welt angekommen. Jener, der diese beherrscht, steuert die Welt. Staaten können leicht erpresst, von einem Geldstrom abgeschnitten und von Märkten ausgeschlossen werden (Stichwort Handels- und Währungskrieg). Aber auch einzelne Gruppen können vom Zahlungsverkehr verbannt werden, wie es Wikileaks und Julian Assange ergangen ist.

Jetzt sind wir gefordert

Die Welt, in der wir jetzt leben ist nicht zufällig entstanden. Und ebenso entsteht die Welt von Morgen nicht zufällig. Sie entsteht durch unser Handeln. Aber das ist nur die eine Seite der Medaille. Sie entsteht auch und ganz besonders durch unser Nicht-Handeln.

Freiheit ist ein Gut, das durch Gebrauch wächst,
durch Nichtgebrauch dahinschwindet.
(Carl Friedrich von Weizsäcker)

Und genau dieses Nicht-Handeln befördert die Bargeldabschaffung. Der Bürger winkt sie sozusagen durch, indem er nichts dagegen unternimmt oder sogar unreflektiert, blind und fast dumm die digitalen Zahlungssysteme nutzt und damit dem Bargeld jede Überlebenschance entzieht.

Aber wir können viel mehr für den Erhalt des Bargeldes tun, als wir glauben. Auf meiner Seite www.bargeldverbot.info bekommen Sie 15 Lösungen präsentiert, wie Sie sich aktiv für unser Bargeld einsetzen können. Zudem bringe ich einen Newsletter heraus, den Sie abonnieren können und zu diesem Thema aktuell bleiben. Oder Sie können mein Buch „Das Bargeldkomplott“ kaufen und bekommen in einfacher, verständlicher Sprache und mit 100 Grafiken das Grundkonzept hinter der Bargeldabschaffung vermittelt.

Was ganz sicher ist: Die Bargeldabschaffung kommt nicht zufällig. Dahinter stehen Kräfte, die diese seit mindestens 10 Jahren subtil mit höchster Präzision und Raffinesse vorantreiben. Deshalb sind wir Bürger noch mehr gefordert, in unserer Kraft zu kommen und Flagge für das Bargeld zu zeigen. Eine Lösung wäre, diesen Artikel in Ihrem Umfeld zu verbreiten.

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Bargeld ist tot! … unsere Freiheit stirbt mit.

Dieses düstere Bild verdichtet sich immer mehr bei Wissenschaftlern und auch in den Medien – das Bild einer unfreien, fremdbestimmten und ferngesteuerten Gesellschaft. Der Autor entlarvt in seinem Buch detailliert die Hintergründe der schleichenden, aber keineswegs zufälligen Abschaffung des Bargelds und skizziert deren verheerende Folgen.

Mehr als 100 Grafiken ermöglichen es auch Laien, die komplexen Zusammenhänge leicht zu verstehen. Dabei folgt Hansjörg Stützle seinem Anspruch, nicht nur aufzuklären, sondern auch Lösungen aufzuzeigen. So beleuchtet er die Bargeldabschaffung auch aus dem Blickwinkel der morphischen Felder. Dieser Perspektivenwechsel schafft Raum für Hoffnung und bietet jedem Einzelnen die Chance, ein wichtiger und unverzichtbarer Teil der Lösung zu sein.

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1 Kommentar

  1. Ein weiteres Problem bei der Bargeldabschaffung wäre dass man bei der Komplexität der Genehmigungsverfahren für Kartenzahlungen nie genau weiss ob eine elektronische Zahlung genehmigt wird! Immer wieder kommt es mal vor dass trotz ausreichendem Kontostand aus irgendwelchen wenig transparenten Gründen Kartenzahlung nicht genehmigt werden. Was dann wenn man an der Tankstelle steht, der Terminal anzeigt „abgelehnt“ und man nicht ersatzweise bar zahlen kann. Auto dalassen und zu Fuss weiterlaufen? Und wie zahlt man bei Stromausfall? Dazu kommt noch das Problem dass die Abschaffung der Eurocheque Garantie im Jahre 2002 auch noch die Scheckzahlungen verdrängt haben bzw. für viele Händler inakzeptabel gemacht haben!

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