Die geistige Basis zur Verhinderung der Bargeldabschaffung (Teil 1)

Die geistige Basis zur Verhinderung der Bargeldabschaffung (Teil 1)

Wer den Wert von Bargeld für die Gesellschaft begriffen hat und sich der Gefahr des drohenden Bargeldverbots bewusst geworden ist, in dem erwacht jedes Mal der Wunsch, etwas für den Erhalt dieses einzigartigen Zahlungsmittels zu tun. Doch wen beschleicht angesichts einer solch großen Aufgabe nicht eine Ohnmacht, wenn doch so viele Mitmenschen noch gar nicht einmal erkannt haben, was für ein Problem da auf uns zukommt? In diesem Aufsatz erwarten Sie erfrischende Gedanken, die Ihnen die Kraft geben, selbst aktiv zu werden für den Erhalt des Bargelds.

Der Wert von Freiheit und die drohende Bargeldabschaffung

In meinem Buch »Das Bargeldkomplott« habe ich die Frage aufgeworfen, wie eine freie Gesellschaft funktionieren soll, die ihre Freiheiten nach und nach eliminiert. Denn die Bargeldabschaffung ist ein Meilenstein in dieser Entwicklung. Aber was bedeutet Freiheit eigentlich und was macht sie wertvoll?

Von Natur aus hat der Mensch so etwas wie eine Wahlfreiheit: Er kann seine Entscheidungen überdenken und kehrtmachen, Versuchungen widerstehen und neue Wege gehen.

Ich definiere Freiheit in erster Linie nicht als die Abwesenheit von Zwängen, sondern als einen unantastbaren individuellen Raum, also ein persönliches Umfeld, in dem man sich ohne äußere Beeinflussung entfalten und entwickeln kann, und das auch darf.

Verliert man diese Freiheit, diesen Raum, ist es einem nicht mehr möglich, eigene Wege zu gehen, sein Leben selbst zu gestalten und den Gedanken Freiheit zu schenken. Wo der Mensch nicht sich selbst sein kann, ist Fremdeinflüssen Tür und Tor geöffnet und er ist manipulierbar.

Wird uns bewusst, dass wir uns in solch einem Zustand befinden, empfinden wir unser Leben als perspektivlos und rutschen in eine Depressivität ab. Erst das Gefühl, entfalten zu können, was in uns selbst liegt, lässt den Lebenswillen wieder erwachen.

Und ob wir vor Lebensenergie sprühen oder in ein Loch gefallen sind, ist auch von fundamentaler Bedeutung für unsere Gesundheit.

Schauen wir nun, welche Bedeutung in dem Wort Geld liegt und was uns mit der Bargeldabschaffung eigentlich abhandenkommt. Danach werden wir auch besser verstehen, warum unser eigener unantastbarer Raum von einem Bargeldverbot derart bedroht ist.

Was ist Geld in Wirklichkeit und was verlieren wir mit der Bargeldabschaffung tatsächlich?

Viele Leute haben negative Assoziationen zu Geld. Vielleicht ist das auch einer der Gründe, warum manche Menschen lieber bargeldlos bezahlen als mit Scheinen und Münzen. Studien haben nämlich gezeigt, dass Kartenzahler sich beim Einkaufen leichter tun, und zwar deshalb, weil sie den Schmerz, etwas von sich zu geben, weniger spüren. Sie konsumieren mehr und merken weniger, dass sie Geld ausgeben.

Wenn wir eine Arbeit annehmen, bringen wir für jemanden unsere Zeit und Lebenskraft ein und erhalten am Ende einen Lohn. Mit diesem Geld können wir zu einem Schuster gehen und er wird seinerseits seine Kraft für uns einsetzen, damit wir gute Schuhe haben. Mit Geld lässt sich also jederzeit die Lebensenergie vieler Menschen in Anspruch nehmen. Wenn wir Geld haben, heißt das in der Regel, dass wir einmal unsere Kraft für jemanden eingesetzt haben. Und wir können dann jemand anderes bitten, etwas für uns zu tun. Ein Geldschein ist also einfach ein Symbol für Energie.

Es lohnt sich, über seine Assoziationen zu Geld nachzudenken. Wie wir gesehen haben, ist Geld nämlich grundsätzlich etwas sehr Neutrales. Und eine Bargeldzahlung erinnert uns viel eher daran, Großzügigkeit zu kultivieren, als eine kontaktlose Bezahlung, denn Scheine und Münzen machen Austausch sichtbar: Man bekommt etwas und gibt etwas dafür.

»Geld verdirbt nicht den Charakter, sondern es zeigt ihn nur.« Walter Stützle

Mit der Bargeldabschaffung verlieren wir die Hoheit über unsere Lebenskraft

Wenn wir Geld als Energie verstehen, begreifen wir, dass wir mit der Bargeldabschaffung die Hoheit über unsere Lebensenergie verlieren. Wenn wir angestellt sind, bringen wir 8 Stunden am Tag unsere Lebensenergie für den Gegenstand unserer Arbeit und für den Arbeitgeber ein. Die Lebensenergie, die uns daraus in Form von Geld zurückfließt, wird nicht mehr unserer Kontrolle unterstehen, wenn das Bargeld abgeschafft ist. Sie liegt auf einer Bank, die aus Ihrer Energie ein Geschäft macht und Kredite vergibt. Für wen und für welche Zwecke, wissen Sie nicht.

Sie wissen auch nicht, ob Ihnen Ihr Geld morgen noch zur Verfügung steht. Vielleicht hat der Finanzminister schlecht gehaushaltet und die Regierung musste über Nacht ein Teil des Vermögens ihrer Bürger abschöpfen, um eine Staatspleite abzuwenden. Vielleicht wird Ihr Konto gesperrt, weil einem Algorithmus Ihre Kontobewegungen verdächtig erschien. Bis die Sache abgeklärt ist, müssen Sie dann Ihren Nachbarn bitten, Ihnen etwas zum Essen einzukaufen. Dabei beginnen Sie sich zu fragen, ob es wirklich ein Algorithmus war oder nicht doch etwas damit zu tun hat, dass Sie letzte Woche an einer nichtgenehmigten Demonstration teilgenommen haben.

Wir sehen, dass die Bargeldabschaffung uns großer Teile unserer Handlungsfreiheit beraubt und gewaltig in unseren individuellen unantastbaren und freien Raum eingreift.

Lesen Sie den 2. Teil dieses Aufsatzes.

Das Buch zum Thema

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