Bargeldverbot und Bargeldabschaffung: die negativen Folgen

Immer öfter liest und hört man in diversen Medien von der Bargeldabschaffung oder gar vom Bargeldverbot und für viele ist es ohnehin nur eine Frage der Zeit, bis alle Zahlungen bargeldlos erfolgen werden. Während manche Menschen nur die Vorteile darin sehen, gibt es doch viele Gefahren und negative Folgen, die man beachten sollte, bevor man hier unüberlegte Handlungen setzt.

Das Killer-Argument: Kriminelle brauchen Bargeld!

Eines der ersten Argumente, die Gegner des Bargelds in einer Diskussion bringen, ist, dass sie Schattenwirtschaft angeblich auf Bargeld angewiesen ist und ein Bargeldverbot bzw. eine Bargeldabschaffung die Kriminalität extrem eindämmen würden. Doch in Zeiten von Darknet und Kryptowährungen greift dieses Argument nicht mehr. Zwar werden illegale Aktivitäten dadurch zumindest kurzfristig komplizierter, doch ganz beseitigen wird sich die Kriminalität auch dadurch nicht lassen.

Ohne Bargeld steigen die Transaktionskosten!

Die günstigste Form von finanziellen Transaktionen ist immer noch die Zahlung mit Bargeld. Wenn das Geld einmal gedruckt ist, kann es über viele Jahre verwendet werden, ohne dass dabei jedes Mal zusätzliche Kosten entstehen. Im Gegensatz dazu entstehen bei Kartentransaktionen jedes Mal Kosten.

Im Notfall läuft gar nichts!

Solange alles reibungslos funktioniert, ist auch die bargeldlose Zahlung einfach. Doch was ist, wenn es einmal zu längeren Stromausfällen oder sonstigen Ausnahmesituationen kommt? Bargeld funktioniert immer. Es kann per Hand gezählt und auch gelagert werden, ohne dass dafür zusätzliche Hilfsmittel benötigt werden. Es gib im Augenblick noch keine Ausfall-Szenarien bei einem Bargeldverbot bzw. einer Bargeldabschaffung.

Die Privatsphäre ist Geschichte!

Sobald es zu einer endgültigen Bargeldabschaffung kommt, ist die Privatsphäre endgültig Geschichte. Schon heute hinterlassen wir in unserem Leben beispielsweise bei unseren Einkäufen mit Kundenkarten oder beim Surfen im Internet eine riesige Datenspur, die mit dem entsprechenden Wissen auch gegen unsere Zwecke verwendet werden können. Bei einem Bargeldverbot verschärft sich diese Situation noch einmal erheblich, denn wenn die persönlichen Daten dann auch noch mit Daten aus dem Zahlungsverkehr kombiniert werden können, bieten sich nahezu unendliche Möglichkeiten für eine missbräuchliche Verwendung.

Wessen E-Mail-Account schon einmal gehackt wurde, der weiß, wie unangenehm die Folgen sein können und wie schwierig es ist, seine Daten wieder unter Kontrolle zu bekommen. Wenn dann auch noch die Zahlungsinformationen in falsche Hände geraten, kann schnell ein großer oder sogar existenzgefährdender Schaden entstehen, indem nicht nur das Guthaben seines Kontos geplündert, sondern sogar der gesamte Kontokorrentrahmen ausgeschöpft wird. Den größten Datenschutz bieten immer noch Barzahlungen, denn bei dieser Art der Zahlung werden keine persönlichen Daten erzeugt.

Bargeldverbot und Bargeldabschaffung ist gefühlte Bevormundung durch den Staat!
Die Frage, die sich ein Staat und vor allem seine regierenden Politiker in diesem Zusammenhang stellen müssen, ist, ob sie durch ein Bargeldverbot bzw. eine Bargeldabschaffung den drohenden Vertrauensverlust in Kauf nehmen möchten. Denn mit der Abschaffung stellt man seine Bürger unter Generalverdacht und das werden viele spätestens bei der Wahl nicht goutieren. Daher sollte man seine wählenden Bürger am Besten selbst entscheiden lassen, ob sie für ein Verbot oder eine Abschaffung des Bargeldes sind.

Was passiert mit bestehendem Bargeld?

Eine Frage, die derzeit niemand ausreichend beantworten kann, ist auch noch, was mit dem bestehenden Bargeld geschehen soll. Muss es bei einem Bargeldverbot oder einer Bargeldabschaffung zu einem bestimmten Stichtag in digitales Vermögen konvertiert werden? Gibt es Übergangsfristen? Was ist mit Touristen und Berufsreisenden, die gerne mit Bargeld bezahlen möchten?

Das Bargeldverbot kommt einer Enteignung gleich!

Bis vor kurzer Zeit war es noch undenkbar, dass die Banken Zinsen dafür verlangen, wenn man ihnen sein Geld zur Verfügung stellt. Doch das ist in der Zwischenzeit bittere Realität. Klar, im Moment ist dieser Zinssatz noch recht niedrig, aber wenn wir erst einmal gezwungen sind, unser Geld digital bei Banken zu speichern, dann sind wir auch höheren Gebühren oder Zinsen hilflos ausgesetzt und wir werden der Möglichkeit beraubt, unser hart verdientes Geld zumindest gebührenschonend im eigenen Safe zu lagern.

Alles in allem: eine Bargeldabschaffung oder gar ein Bargeldverbot sollten in keinem Falle jenen überlassen werden, die auch noch von solch einer Bargeldabschaffung selbst profitieren. Damit macht man den Bock zum Gärtner. Die Folgen auf unsere Freiheit durch ein Bargeldverbot ist viel weitreichender, als es sich Utopisten vorstellen können, die oft nur ihre eigenen Vorteile darin sehen.

Cui bono est – wem nützt es.

Folgen wir dieser Spur, so stellen wir schnell fest, dass jene, die von einer Bargeldabschaffung profitieren, diese auch befürworten. Und nicht selten sind genau sie die treibende Kraft, welche die Bargeldabschaffung mit aller Raffinesse auch aktiv vorantreiben.

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